aus meiner Bücherkiste

Ich lese im Moment die Tagebücher von Etty Hillesum, unter dem Titel „Das denkende Herz“ bei rororo veröffentlicht. Die holländische Jüdin Etty Hillesum lebte, wie Anne Frank in Amsterdam und beschreibt die Jahre 1941-1942 bevor sie deportiert wurde und im KZ umkam. Etty schreibt offen über Beziehungen, ihre Ängste und wie sie zu Gott betete, eine moderne Mystikerin. Die Offenheit und Ehrlichkeit, wie Etty sich mit dem Sinn des Lebens im Angesicht des Holocaust auseinandersetzte, ist sehr bewegend.

„Ich habe das Gefühl, dass mein Leben dort noch nicht beendet ist, es ist noch kein abgeschlossenes Ganzes. Ein Buch, und was für ein Buch, in dessen Mitte ich steckengeblieben bin. Ich möchte es so gern weiterlesen.“ schrieb Etty Hillesum. Leider wurde ihr dieser Wunsch nicht vergönnt. Erst vierzig Jahre nach ihrem Tod wurde ihr Tagebuch verlegt. Ich werde noch einige Zeit über Ettys Gedanken nachsinnen.

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7 Antworten zu aus meiner Bücherkiste

  1. lydiaflechl schreibt:

    Liebe Kerstin!
    Find ich gut, wenn über diese schwere Zeit wieder was veröffentlicht wird, bzw. in Erinnerung gerufen wird.
    Liebe Grüsse
    Lydia

  2. Ruthie schreibt:

    … und ich mag sowas gar nicht lesen. Es ist immer wieder so schrecklich, dass ich irgendwann damit aufgehört habe. Das Leben ist so schon anstrengend genug. Aber natürlich können und sollen nicht alle Menschen so denken!

    • schwemmgut schreibt:

      ich bin beeindruckt von Etty Hillesum, wie sie trotz der traumatischen Lebensbedingungen einen Weg fand, (wie Victor Frankl es ausdrückte) trotzdem ja zum Leben zu sagen. Wir resignieren oft viel früher. Das macht mir Mut, inmitten meines Alltages das Leben zu feiern.
      LG Kerstin

  3. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Tag müste das Buch auch mal lessen aber die Zeit die liebe Zeit,Hab noch einen schönen 1 März Gruss Gislinde.

  4. minibares schreibt:

    Oh, solche Bücher sind so bewegend, die lassen einen nicht los. Das verstehe ich gut.

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